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  • Was perfekt war
  • Colleen Hoover – Autorin
  • dtv Verlag
  • Hamburg Hörbuch Verlag
  • Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2019
  • Spieldauer: 8 Std. 42 Minuten
  • ISBN 978-3423230018

Ich tue mir in letzter Zeit etwas schwer mit solchen Liebes-, Beziehungsgeschichten. Oft ist alles sehr Klischeehaft oder ein langweiliges auf und ab.  „Was perfekt war“ ist das erste Buch der Autorin das ich gelesen (gehört) habe. Es war eine spontane Entscheidung und ich habe sie nicht bereut.

Klappentext:

Was tun, wenn eine große Liebe an den Umständen zu zerbrechen droht?

Quinn und Graham lernen sich kennen, als sie ihre beiden Partner inflagranti beim Sex miteinander erwischen – doch letztlich gibt es für sie, die Betrogenen, ein Happyend: Nachdem der erste Liebesschmerz vorbei ist, verlieben Quinn und Graham sich unsterblich ineinander. Kaum ein Jahr später sind sie glücklich miteinander verheiratet… Happily ever after? Acht Jahre danach: Jemanden zu lieben, heißt nicht unbedingt, mit ihm glücklich zu sein. Das erkennt und erleidet Quinn Tag für Tag, denn obwohl sie und Graham sich weiterhin innigst lieben, gibt es ein Problem, das die Beziehung zu zerfressen droht: Beide wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind – doch genau dieser eine Wunsch wird nicht erfüllt. Und so ist Monat für Monat der Moment, wenn sie wieder ihre Blutung bekommt, für Quinn schier unerträglich. So unerträglich, dass sie inzwischen jedweder Intimität mit Graham aus dem Weg geht. Und so unerträglich, dass sie beide überhaupt nicht mehr fähig sind, über ihre Gefühle zu reden. Stattdessen gehen sie mehr und mehr dazu über, nichts, was ihnen wirklich wichtig ist, zu thematisieren und ihre Konversationen auf Belanglosigkeiten zu beschränken. Bis Graham eines Abends nicht nach Hause kommt…

Meine Meinung:

Die Farben und die Art des Covers gefallen mir sehr gut. Auch wenn der Klappentext schon verrät um was es geht, kann man nicht erahnen wie tiefgründig es wird.

Das Buch liest sich aus zwei Sichten. Einmal erfährt der Leser wie Quinn und Graham sich kennenlernen und verlieben. Diese Liebesgeschichte ist etwas ganz außergewöhnliches, großes und echtes. Dann liest man aus der aktuellen Sicht. Die zwei sind verheiratet und lieben sich noch immer.

Doch so einfach ist es leider nicht! Ein Schicksalsschlag hängt wie eine dunkle schwarze Wolke über ihrer Liebe und ihrer Beziehung. Etwas das so sehr schmerzt, das sie sich aus dem Weg gehen. Das sie nicht miteinander darüber reden wollen. Es droht sie zu ersticken und zu zerbrechen.

Dieses Buch spricht eine wichtige Thematik an. Viel zu selten wird darüber berichtet. Quinn leidet darunter. Es nimmt ihre Psyche, ihr Selbstwertgefühl und ihr ganzen Wesen ein. Alles dreht sich nur noch darum und sie droht zu zerbrechen. Aber auch Graham leidet. Vor allem an dem, was es aus ihnen macht.

Die Autorin bringt dieses wichtige Thema total auf den Punkt. Das Buch ist voller Emotionen. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und mein Herz zerschmettert. Einmal mehr wurde mir bewusst welch ein Glück ich habe. Zu selbstverständlich sieht man es in seinem Leben und möchte sich gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn man es nicht hätte haben können. 

Für mich ist „Was perfekt war“ ein Buch das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ein absolutes Jahreshighlight.

5/5