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  • Gespenster
  • Dolly Alderton – Autorin
  • Atlantik Verlag
  • Erscheinungsdatum: 02. Februar 2021
  • Hardcover 384 Seiten
  • ISBN: 978-3455011098

Der Titel dieses Buches hat mich etwas verwirrt. Es ist auf das englische Wort >> Ghosting << zurückzuführen und bedeutet:

„Unter dem Begriff Ghosting  versteht man in einer zwischenmenschlichen Beziehung einen vollständigen Kontakt- und Kommunikationsabbruch ohne Ankündigung.“

Mir ist dieser Begriff nicht geläufig und somit würde ich den Titel völlig missverstehen.

Klappentext:

Die erfolgreiche Food-Autorin Nina George trägt ihren zweiten Vornamen, weil ein Hit von Wham! an ihrem Geburtstag vor zweiunddreißig Jahren auf Platz eins der Charts stand. Das beeindruckt Max, den sie von einer Dating-App kennt und der auf rasante Weise ihr Herz erobert. Doch genauso schnell, wie er Nina an der Nachtbushaltestelle das ewige Glück versprochen hat, verschwindet er plötzlich wieder aus ihrem Leben – ohne eine Spur zu hinterlassen. Gleichzeitig plant Ninas Exfreund seine Hochzeit, und ihre beste Freundin erwartet ihr zweites Baby. Und dann erkrankt ihr geliebter Vater an Demenz. Als Nina alles zu entgleiten droht, wünscht sie sich nur noch sehnlichst in ihre Jugendtage zurück – bis sie erkennt, dass das Leben immer in dem Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft spielt. 

Meine Meinung:

Ich bin neugierig auf das Buch durch Werbung geworden und habe nach kurzem überfliegen des Klappentextes einfach mal in das Buch reingehört. Der Begriff des Klappentextes ist mir überhaupt nicht geläufig (vielleicht liegt das an meiner Altersgruppe) und der Titel des Buches hätte mich höchstwahrscheinlich auf eine falsche Spur geschickt.

Der Beruf der Protagonistin und das Ghosting haben mich neugierig gemacht. Es geht um Frauen Anfang 30 die über Online Dating Apps einen Partner suchen. Das Buch hat durchaus fesselnde und interessante Aspekte, aber grandios fand ich es nicht.

Die Nebenthemen, wie der kranke Vater und Ninas Beziehung zu ihrer Mutter, fand ich sehr spannend zu verfolgen. Auch wie die Freundschaften sich durch die unterschiedlichen Lebensweisen und Ansichten verändern und weiterentwickeln, hat mir die Autorin absolut bewegend vermittelt.

Ich hätte es toll gefunden, wenn viel mehr auf den Beruf der Protagonistin eingegangen worden wäre und es eine größere Rolle in dem Buch gespielt hätte.

Auch das Thema „Ghosting“ wurde in meinen Augen nicht gut umgesetzt. Die Geschichte blieb zu holprig und mir fehlten die wirklichen Emotionen. Auch wurde gegen Ende mit diesem Thema nicht gegeizt und es kam mir zu gewollt rüber. 

Eine nette Geschichte über Freundschaften, Liebe und das Schicksal. Leider nichts Besonderes. Was mich positiv begeistert hat, war das die Geschichte ohne großen Kitsch, sehr realistisch geendet hat.

Ich habe schon gelesen das dieses Buch mit Bridget-Jones verglichen wurde und ich kann das in keinster Weise nachvollziehen. Bridget ist ein Klassiker, bei dem ich immer noch Tränen lache, wenn ich das Buch lese oder die Filme sehe. Gespenster kommt überhaupt nicht an Bridget ran, in keinerlei Hinsicht.

Ich habe mir das Buch als Hörbuch angehört und auch da muss ich sagen, das die Sprecherin überhaupt nicht meins war. Ich fand es etwas einschläfernd und die Betonungen haben mich verrückt gemacht.

3/5