Charlotte Lucas - Autorin
Beistei Lübbe - Verlag

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Dieses Buch hatte direkt meine volle Aufmerksamkeit. Es hat mir vom Cover und vom Klappentext gleich gut gefallen. Ein süßer kurzweiliger Roman, den ich auch noch nach einem anstrengenden Tag lesen kann. Und ich hatte Glück, Netgalley hat mir ein Exemplar zu Rezension zur Verfügung gestellt.

Klappentext:

Für ein gutes Leben gibt es ein simples Rezept: Man muss nur alles Schlechte vermeiden.
Davon ist Konrad fest überzeugt, denn er hat schon genug Schlimmes erlebt. Seinen Lebensunterhalt verdient er, indem er bezahlte Rezensionen nach Kundenwunsch schreibt. Auch privat versieht er alles mit Sternen: die flinke Kassiererin, den lauwarmen Kaffee … und Pia, die neue Klassenlehrerin seiner Tochter. Zu hübsch, zu unsicher, nicht geeignet für den Lehrberuf. Gerade mal zwei knappe Sterne von fünf.

Als Pia davon Wind bekommt, will sie Konrad eine Lehre erteilen. Dass er zum neuen Elternvertreter gewählt wird, passt ihr da bestens ins Konzept. So kann sie ihn mit lästigen Aufgaben ordentlich ins Schwitzen bringen. Doch als einer ihrer Schüler gemobbt wird, erweist sich ausgerechnet Konrad als Hilfe …

Meine Meinung:

Das Cover und der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Auch wenn ich vom Cover mit einer anderen Story gerechnet hätte.

Ich kam gut in das Buch hinein. Konrad ist mit seiner Tochter nach Hamburg gezogen und auch seine Eltern haben sich dort ein Haus gesucht. Seine Tochter Mathilde kommt nun natürlich auf eine neue Schule…

Das Buch fängt wirklich sehr gut an und die Story ist interessant und unterhaltsam. Auch von einem tragisches Ereignis, das passierte als Mathilde ein Baby war, erfährt man Stück für Stück.

Was dann passiert ist weiß ich immer noch nicht so richtig. Die ganze Geschichte wurde auf einmal zäh wie Kaugummi. Es ging nur noch um die Schule und die Schüler. Ja, es ging auch um das wichtige Thema Mobbing. Doch die Autorin hat es in meinen Augen mit allem etwas zu übertrieben. Pia, die Klassenlehrerin, war mir in allem zu unsicher und zerbrechlich. Ihr Kollege, der versuchte bei ihr Eindruck zu machen, wurde auch viel zu überspitzt dargestellt.

Ich stelle mir das Buch so vor als wäre es in vier Abschnitten gewesen und davon fand ich leider nur Teil 1 und Teil 4 OK. Teil 2 und 3 haben mich tatsächlich genervt. Es war teilweise langatmig, langweilig oder dann viel zu übertrieben und unlogisch.

Keiner der Protagonisten mochte ich, ich fand keinen Bezug zu ihnen. Der Vater von Mathilde und auch teilweise die anderen Eltern aus der Klasse, waren alles „Helikopter-Eltern“ und zu überspitzt dargestellt. Das ganze Buch ging in eine ganz andere Richtung als ich erwartet habe und hat mich enttäuscht.

2/5