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  • Darling Rose Gold
  • Stephanie Wrobel – Autorin
  • Ullstein Verlag
  • Roman
  • Erscheinungsdatum: 1. Februar 2021
  • 416 Seiten Hardcover
  • ISBN: 978-3471360286

Klappentext:

Rose Gold ist schwer krank. Sie wird für immer im Rollstuhl sitzen und auf die Hilfe ihrer Mutter Patty angewiesen sein. Das hat sie zumindest achtzehn Jahre lang gedacht. Bis sie herausfindet, dass ihre Mutter sie die ganze Zeit belogen hat …
Nach fünf Jahren im Gefängnis muss Patty erst einmal Fuß fassen. Sie ist daher froh, dass Rose Gold ihr trotz allem angeboten hat, sie vorübergehend bei sich zu Hause aufzunehmen. Patty will nur eines: sich endlich mit ihrer Tochter versöhnen. Das behauptet sie zumindest.
Aber Rose Gold kennt ihre Mutter: Patty wird nicht ruhen, bis sie die Zügel wieder in der Hand hält.
Nur ist Rose Gold nicht länger Pattys kleine schwache Tochter.
Sie will ihre Mutter loswerden.
Für immer.

Meine Meinung:

Eigentlich springe ich bei einem Buch zuerst auf das Cover an. Bei diesem Buch bin ich zuerst auf den Klappentext gestoßen, der meine Neugierde sofort geweckt hat. Ich muss sagen, wenn ich zuerst das Cover gesehen hätte, ich hätte dem Buch keine weitere Beachtung geschenkt. Für mich sieht es so aus wie ganz viele andere Bücher auch. In meinen Augen hätte ich dahinter eine nervige Liebesgeschichte vermutet, wie es sie schon 100x gibt. Der Klappentext hat mir aber etwas ganz anderes versprochen und gehalten…

Ich finde auch es lässt sich nicht einfach in eine Genre Schublade schieben. Es ist soviel mehr als ein normaler Roman, hat aber nicht genug um ein Psycho-Thriller zu sein. Irgendwo dazwischen sollte man es reinstecken. Eine verworrene Familiengeschichte, voller Drama und Intrigen.

Das Buch liest sich abwechselnd aus der Sicht von Rose und ihrer Mutter Patty. Immer wieder wechseln die Gegenwart und die Vergangenheit ab, so das man nach und nach hinter die Geschichte blickt.

Die beiden Protagonistinnen sind alles andere als sympathisch. Zu Beginn hat man noch Mitleid mit Rose, doch schnell wird klar das sie, genau wie ihre Mutter ganz schön einen an der Klatsche hat. Bei der Familiengeschichte die beide Frauen erlebt haben, bleibt dies wohl nicht aus.

Rose sucht Mitleid und Halt und Patty ist besessen von Anerkennung und Aufmerksamkeit. Da beide Frauen ihre ganz eigene „Wahrheit“ haben, ist nicht immer klar wer das Opfer ist.

Die Autorin hat hier eine konfuse Geschichte zweier Frauen erschaffen, die beklemmend, aufwühlend und fesselnd zugleich ist. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen und habe zwischendurch auch noch das Hörbuch gehört, damit die Geschichte weiter geht.

5/5